
Die Reisezeiten im Fernverkehr der DB AG haben sich in den letzten Jahren durch Infrastruktur- und Angebotsmaßnahmen deutlich verringert. Dies hat dazu geführt, dass die Kunden mit der jetzt erreichten Reisezeit relativ zufrieden sind, wie mehrere Studien zur Kundenzufriedenheit gezeigt haben. Der Einfluss dieses Faktors auf die Verkehrs-mittelwahl ist offenbar zurückgegangen. Gleichzeitig ist für mehrere projektierte Neubau-strecken auch zukünftig eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h vorgesehen, obwohl die Auslegung für Geschwindigkeiten jenseits der 230 km/h zu Kostensprüngen führt, und der Grenznutzen im oberen Geschwindigkeitsbereich abnimmt. Zudem sind Höchst-geschwindigkeiten von 300 km/h vor dem Hintergrund der spezifischen Siedlungsstruktur in Deutschland in den meisten Fällen weniger sinnvoll.
Ziel des inzwischen abgeschlossenen Projektes war die Erstellung einer Argumen-tationsgrundlage, die in Entscheidungsgremien der DB-Strategie eingesteuert wird. Anhand einer monetären Abschätzung für eine Beispieltrasse wurde dargelegt, dass die Mehrkosten bei einem Ausbau über 230 km/h die potenziellen Mehrerlöse übersteigen.
Ansprechpartner: Frank Hunsicker
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