Rückschau 12. Berliner Mobilitätssalon

Das Fahrrad befindet sich im Aufwind. Es ist das Verkehrsmittel, das in den letzten Jahren die deutlichsten Zuwächse am Modalsplit verzeichnen konnte. In vielen Metropolen Europas ist das Fahrrad zum Hoffnungsträger für den städtischen Verkehr geworden. So lautet auch der Titel des 12. Mobilitätssalons, der am 11. November in der Veranstaltungshalle von "EUREF Europäisches Energieforum" im Gasometer Schöneberg stattfand. Veranstalter waren das InnoZ, der ACE und das EUREF-Institut.

Einleitend stellte Weert Canzler vom Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin (WZB) die Frage, ob es sich bei der Renaissance des Fahrrads nur um einen kurzfristigen Hype oder um einen richtungweisenden Trend handelt. Dazu wurden drei Vorträge gehalten, die unterschiedliche Aspekte der Fahrradnutzung aufzeigten. Einleitend berichtete Matthias Knobloch vom ACE über das Projekt RADschlag, mit dem das Ziel verfolgt wird, Multiplikatoren der Fahrradförderung Unterstützung zukommen zulassen. Dazu wurde u.a. ein Internetportal für Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Familien sowie Verantwortliche aus Vereinen eingerichtet.

Prof. Dr. Andreas Knie (DB Rent/InnoZ) (Foto) berichtete über die Bedeutung von intermodalen Diensten für urbane Mobilität. Hier standen Fahrradverleihsysteme in Europa und Deutschland im Mittelpunkt. Dabei wurde deutlich, dass es zahlreiche Anstrengungen gibt, solche Systeme zu entwickeln und zu etablieren, allerdings – das zeigte die anschließende Diskussion – treten mit der steigenden Fahrradnutzung auch neue Probleme im städtischen Verkehr auf. Hier ist es wichtig, ein neues Selbstverständnis des Fahrrads als Verkehrsmittel zu entwickeln.

Die besonderen Herausforderungen, die mit der vermehrten Fahrradnutzung auftreten, konnte Dr. Achim Schmidt von der Deutschen Sporthochschule verdeutlichen. Das gilt besonders für den Bereich Verkehrssicherheit. Durch neue Fahrradkonzepte wie eBikes, Pedelecs oder eScooter werden die gewohnten Geschwindigkeiten, die man mit dem Fahrrad erreichen kann, deutlich nach oben gesetzt. Diese Veränderungen im alltäglichen Verkehrsgeschehen richtig einzuordnen, erfordert eine gewisse Übung – nicht nur für den eBike-Nutzer, auch für die anderen Verkehrsteilnehmer.

Um sich selber einen Eindruck von deren Leistungsfähigkeit zu machen, standen einige eBikes, eScooter und Pedelecs der Firma Speed-e.me zum ausprobieren bereit.

> Flyer zur Veranstaltung

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