Programm: Innovative Konzepte im öffentlichen Verkehr (Stadt/Land)

Sich entleerende Räume, Schulschließungen, unrentabler ÖV sind in zahlreichen Regionen bereits Realität. Dabei stehen die rechtlichen Rahmenbedingungen oftmals sinnvollen Maßnahmen zur effizienten Gestaltung des ÖVs entgegen. Der demografische und soziale Wandel sowie neue technologische Möglichkeiten erfordern neue und finanzierbare Mobilitätskonzepte und Infrastrukturen.

Klassische Mobilitätsdienstleistungen, insbesondere schienen- und liniengebundene ÖV-Angebote werden ausgetauscht, erweitert oder erneuert. Der städtische ÖV verliert in einer hochmobilen Gesellschaft durch das ausschließliche Festhalten an herkömmlichen Mobilitätskonzepten an Attraktivität. In Wachstumsgebieten wie internationalen Metropolen und nationalen Ballungsräumen werden andere Ansätze benötigt als in ländlichen Regionen, die von Schrumpfungsprozessen betroffen sind.

Kernfragen sind:

  • Wie lassen sich angesichts solcher räumlichen Entwicklungen Konzepte für den ländlichen ÖV gestalten, die Mobilität garantieren und gleichzeitig finanzierbar sind?

  • Welche (regionalspezifischen) Mobilitäts-, Nutzungs- und Finanzierungskonzepte sichern den wirtschaftlichen Betrieb von Verkehrsinfrastrukturen bei veränderter Bevölkerungsstruktur und Finanzlage?

  • Welche volkswirtschaftlichen Effekte werden durch Investitionen in Verkehrsinfrastrukturen mittelbar und unmittelbar ausgelöst?

  • Wie kann man den städtischen ÖV "individualisieren" und flexibilisieren und wie lassen sich dabei intermodale Angebote gestalten, die nicht ausschließlich auf Großraumgefährten basieren, sondern Fahrrad, Taxi und MIV integrieren?

  • Wie sollten ÖV-Konzepte in Metropolen und Ballungsräumen ausgestaltet sein?

 

Ansprechpartner für dieses Programm ist Frank Hunsicker