
Das Projekt zielt auf die Konzeptionierung subjektbezogener Förderinstrumente für die öffentliche Verkehrsversorgung in ländlichen Räumen mit starkem Bevölkerungsrückgang. Damit wird ein innovativer Ansatz des "Schrumpfungsmanagements" im Bereich des öffentlichen Verkehrs entwickelt, der direkt bei den Erkenntnissen der ersten beiden Phasen des Projekts "Innovativer Landverkehr" ansetzt.
In der ersten Projektphase war für die untersuchten Gebiete eine massive Finanzierungs- und Nachfragekrise des öffentlichen Verkehrsangebots festgestellt worden. In der zweiten Projektphase wurden die Ursachen der Krise anhand von zwei Fallstudien konkretisiert und Ansatzpunkte für einen sinnvollen Umgang mit Schrumpfungsprozessen aufgezeigt. Die dritte Projektphase dient dazu, einen solchen Lösungsansatz auf seine Machbarkeit hin zu untersuchen und ein umsetzungsfähiges Modell subjektbezogener Förderung zu entwickeln. Durch die partielle Umstellung von objektbezogener auf subjektbezogene Förderung im Schülerverkehr wird eine effizientere Verwendung der knappen finanziellen Zuschüsse angestrebt. Zugleich zielt das Konzept darauf ab, einen Innovationsschub in Form von dezentral organisierten bedarfsgerechten Mobilitätslösungen anzustoßen.
Auf der Basis einer detaillierten Analyse der Schülerverkehrsströme werden für ein Projektgebiet die Voraussetzungen dafür untersucht, liniengebundene Schülerverkehre auf ein Kerngebiet zu begrenzen. Für die außerhalb des Kerngebiets lebenden Schüler wird ein Gutscheinmodell entwickelt. Die Mobilitätsgutscheine dienen als Anreiz für Eltern, in Form von Fahrgemeinschaften oder durch die Beauftragung anderer Personen die Schülerbeförderung selbst zu organisieren. Die Akzeptanz- und Realisierungsbedingungen für ein solches Konzept werden anhand einer Befragung der betroffenen Eltern und Schüler sowie der anderen zuständigen Akteure in Schulen, Behörden (Landkreis) und Verkehrsunternehmen erhoben.
Ansprechpartner: Frank Hunsicker