
Innovativer Landverkehr
Subjektförderung durch Mobilitätsgutscheine
[Astrid Karl, Weert Canzler]
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Der öffentliche Verkehr in ländlichen Räumen beruht mehr denn je auf dem Schülerverkehr. Allerdings wird es zunehmend schwieriger, die vorhandenen Mobilitätsbedürfnisse mit herkömmlichem Linienverkehr zu befriedigen. Zudem gelingt es immer weniger, die gesetzliche Verpflichtung zur Schülerfreifahrt bzw. teilentgeltlichen Beförderung zur Schule mit vertretbarem Aufwand einzulösen.
Schuld ist die demografische Entwicklung, die außerhalb der wachsenden Agglomerationen vor allem Süddeutschlands zu einer weiteren Ausdünnung der Bevölkerung in ländlichen Regionen sowie zu Schließungen bzw. Zusammenlegungen von Schulen führt. Je weniger Schüler und Auszubildende jedoch überhaupt gefahren werden müssen, desto stärker wächst der Druck zu neuen Angeboten und Finanzierungsformen zu kommen.
"Mobilitätsgutscheine" können ein innovatives Modell sein, um durch finanzielle Anreize für die Selbstorganisation von Mobilitätslösungen den Linienverkehr von Umwegfahrten zu entlasten und so gleichzeitig die Attraktivität des gestrafften Angebots zu verbessern. Im vorliegenden InnoZ-Baustein geht es um Modelle für Mobilitätsgutscheine und welche rechtlichen Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen. Klar ist, dass die Umsetzung einer "Subjektförderung durch Mobilitätsgutscheine" die (teilweise) Umstellung der Finanzierung des ÖPNV von der bisherigen Förderung der Betreiber bzw. des Angebots hin zu einer Unterstützung des förderungswürdigen Personenkreises erfordert.