
Alles wie immer, nur irgendwie anders?
Trends und Thesen zu veränderten Mobilitätsmustern junger Menschen
[Robert Schönduwe, Benno Bock, Inga Deibel]
Dateiformat: PDF
Dateigröße: 1,8 MB
Von verschiedensten Seiten führten Studien und Projekte des InnoZ immer wieder auf ein Thema zurück: die Mobilität junger Menschen. Auch in der Presse wurde das Thema in letzter Zeit heiß diskutiert. In unterschiedlichen Variationen war meist die Botschaft zu vernehmen, dass junge Menschen die Lust am privaten Pkw verlieren würden. Gestern noch Status- und Freiheitssymbol, werde das Auto morgen nur noch ein Gebrauchsgegenstand sein, so die oft formulierte These. Andere Statussymbole hätten das Auto als Imageträger längst abgelöst. Vor allem in Großstädten sei der junge Mensch heute pragmatischer unterwegs und sehe das Auto insgesamt differenzierter. Anekdotische Beweise und Gegenbeweise für diese These waren seitdem oftmals zu finden.
In diesem Zusammenhang soll der aktuelle InnoZ-Baustein als Zäsur dienen und einen Überblick zum Thema verschaffen. Dazu wurden systematisch über 170 Dokumente mit einem zeitlichen Fokus auf das letzte Jahrzehnt herangezogen. Sekundärdaten wurden im Prozess von einer neuen Perspektive betrachtet. Als Ergebnis liegen fünf Trends, fünf Thesen und eine Feststellung vor: Eine tiefergehende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen Trends fehlt noch heute. Dies verwundert, könnte doch gerade dieser Bewusstseinswandel in einer jungen Zielgruppe einen wichtigen Impuls für die Gestaltung eines nachhaltigeren Mobilitätssystems darstellen. Dieser Text liefert die Grundlage für eine notwendige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem o.g. Trend zur pragmatischen Verkehrsmittelnutzung bei jungen Menschen. Ziel ist es, auf wichtige unbearbeitete Fragestellungen hinzuweisen.