Vireal Mobility

Wechselwirkung zwischen "Virtualisierung/Mediennutzung" und Mobilität und die Konsequenzen für den Verkehrsmarkt

Mobilität und Flexibilität werden immer stärker mit der Nutzung von mobilen Endgeräten und Diensten verknüpft. Internet und Mobiltelefon werden zu ständigen Begleitern im modernen Alltag. Die Nutzung neuer Medien dringt in zusehends mehr Lebens- und Tätigkeitsbereiche ein. Insbesondere das Handy als "personal phone" wird zum Träger und Garanten von Flexibilität und Individualität, Privatheit und Sicherheit. Die quasi ständige Verfügbarkeit stationärer wie mobiler Medien greift tief in die Voraussetzungen und Verhaltensweisen individueller Mobilität ein. Vom Zustandekommen eines kurzfristigen Termins oder einer Verabredung, der Information über die verfügbaren Verkehrsangebote, des Ticketerwerbs und der Gestaltung der Zeit des Unterwegsseins. Gewohnte, persönliche Medien erleichtern dabei die Orientierung in unbekannten Umgebungen und Situationen.

Die hohe Verbreitung und gewohnte Nutzung von Online- und Mobilmedien bietet vielfältige Ansätze für eine Flexibilisierung und Individualisierung öffentlicher Verkehrsangebote hinsichtlich der Wahrnehmung, der Information, des Vertriebs und der Nutzung. Es werden neue Angebotskonzepte denkbar, die von vornherein Online- und Mobilmedien der Kunden als eigene, vernetzte Infrastruktur begreifen, beispielsweise flexible Sammel- und Mitfahrplattformen, kontextsensitives Wissen (Ortungs- und Zeitdaten, persönliche Informationen) intelligent verarbeiten und die Darstellung intermodaler, marken- wie branchenübergreifender Dienstleistungen erleichtern.

Bisher sind die technologischen Möglichkeiten und die konkreten Nutzerbedürfnisse im Verkehrssektor nicht systematisch analysiert und ausgewertet worden. Die Optionen, die ein Einsatz von Online- und Mobilmedien im öffentlichen Verkehr heute und in den nächsten Jahren bietet, sind nicht entsprechend einer klaren Zukunftsvorstellung und erst recht nicht eines klaren Umsetzungspfades bewertet worden. Die "neue Generation Mobiler" (Generation Mobile, Digital Natives) ist nahezu unbekannt, deren Wünsche und Erwartungen nicht untersucht. Hier setzt das vorliegende Arbeitsprogramm von InnoZ an.


Ansprechpartner: Marc Schelewsky
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