e-GAP intermodal

Ausgangslage und Ziele des Projektes: 

Garmisch-Partenkirchen ist ein international bekannter und beliebter Ferienort und zugleich  wichtiges Zentrum eines der südlichsten Landkreise in Bayern. 2010 erklärte die Staatsregierung die Marktgemeinde zu einer von drei „Modellkommunen für Elektromobilität“. Das Projekt e-GAP intermodal versucht durch nutzerorientierte Weiterentwicklung von Mobilitätsdienstleistungen Optionen der Verlagerung von Verkehr weg vom privaten Automobil hin zu umwelt- und sozialverträglicheren Verkehrsmitteln zu schaffen und testet diese Entwicklungen in Form eines Feldversuchs. Der Handlungsdruck in der Marktgemeinde ist groß, ca. 75% der ca. 5,3 mio Gäste jährlich reisen mit dem eigenen PKW an, deren Dichte mit 531 PKW pro 1000 Einwohner bereits überdurchschnittlich hoch ist.

Im Rahmen des Projekts soll ein Gesamtsystem entstehen, in dem ein öffentlich zugängliches elektromobiles Carsharing-Angebot, der klassische öffentliche Verkehr und lokale (touristische) Angebote nahtlos zusammenarbeiten.  Die vergleichsweise gute Bahn-Anbindung der Marktgemeinde bietet eine gute Grundlage für eine attraktive intermodale Angebotslandschaft. Nutzer – Touristen, Bewohner und Gewerbetreibende – sollen die Integration der Angebotsbausteine nicht oder nur insofern wahrnehmen, als dass sie einen einfachen zu allen Angeboten erhalten. Über Schnittstellen wie Smartphone-App oder eine Mobilitätskarte soll die spontane Nutzung und bargeldlose Abrechnung der Dienstleistungen über Tarifgrenzen und Anbieter hinweg ermöglicht werden.

Wichtig für die gesamte Wertschöpfungskette ist die frühe und konsequente Einbindung der Nutzer in die Entwicklung und Verbesserung der Dienste und Nutzerschnittstellen. Daher werden in e-GAP intermodal die angesprochenen Zielgruppen mit empathischen und empirischen Methoden eingebunden (z.B. Akzeptanzmessungen). Neben der ökologischen und sozialen Wirkungsanalyse sollen zu Projektende potenzielle Geschäftsszenarien und erfolgversprechende Geschäftsmodelle vorliegen. Damit adressiert das Verbundvorhaben alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit.

Projektinhalte und Arbeitsschwerpunkte InnoZ: 

Entwicklung zielgruppengerechter Dienstleistungskonzepte, Konzeption und Umsetzung von Mobilitäts-App und -Karte, Nutzerbefragungen begleitend zum Testbetrieb und als Input für Geschäftsmodellentwicklung, Schaffung der Schnittstellen zu den Kooperationspartnern für die Umsetzung einer multimodalen Reisekette.

Auftraggeber/Zuwendungsgeber: 

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Beteiligte Projektpartner: 

InnoZ  GmbH, DB Rent (Unterauftrag InnoZ GmbH), DB FuhrparkService, Kompetenzzentrum Sport Gesundheit Technologie GmbH Garmisch-Partenkirchen

Projektlaufzeit: 
03.04.2013 bis 31.03.2016