Erstellung von Handlungsempfehlungen zur Sicherung der Mobilität im ländlichen Raum

Ausgangslage und Ziele des Projektes: 

Auch wenn sich die Folgen des demographischen Wandels nur schwer abschätzen lassen, ist zu erwarten, dass die Gesellschaft in Deutschland zukünftig älter, weniger und bunter wird. Zugleich werden sich die Wanderungsbewegungen zugunsten der Städte in den kommenden Jahren fortsetzen. Damit wird eine weitere Entleerung des ländlichen Raums einhergehen. Der Trend zur Zentralisierung von Einrichtungen des täglichen Bedarfs, der Verwaltung, der Schulen und aller Dienste wird durch diese Entwicklung weiter fortschreiten. Damit müssen zukünftig insbesondere im ländlichen Raum wachsende Entfernungen zurückgelegt werden. Mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft steigen jedoch die Anforderungen an den Zugang zu den Transportmitteln. Zugleich ist zu erwarten, dass die Einkommen stagnieren oder zurückgehen – und mit ihnen auch das Mobilitätsbudget. Sich durch die Alterung der Gesellschaft zunehmend entleerende öffentliche Kassen bei hohem aktuellen und zukünftigem Ausgabenbedarf, beispielsweise für Gesundheit, Klimawandel und Integration, begrenzen den Handlungsspielraum der öffentlichen Hand. Auf Seiten der Politik aber auch der öffentlichen Verkehrsunternehmen ist keine konsistente Strategie zur Lösung dieser Herausforderungen vorhanden. Hinzu kommt, dass auf dem jetzigen Entwicklungspfad marginale Anpassungen nicht zu langfristig tragfähigen Strukturen werden.

Projektinhalte und Arbeitsschwerpunkte InnoZ: 

Gemeinsam mit politischen und wissenschaftlich-strategischen Akteuren erarbeitet das InnoZ zusammen mit der Technischen Universität Dresden, Lehrstuhl für Verkehrsökologie, eine nachhaltige Mobilitätsstrategie für den ländlichen Raum. Darüber hinaus sollen in einem Steuerungskreis das Projekt gelenkt und die Ergebnisse verankert werden. Da marginale Anpassungen möglicherweise nicht zum Erfolg führen, sind auch weitergehende, grundsätzliche Umorientierungen zu überprüfen und auszuführen.

Ergebnisse: 

Ziel ist es, umfassende Strategien zu erarbeiten, die alle Problemfelder sowie Akteure, Rahmenbedingungen und Verkehrsträger umfassen und integriert verändern. Diese Strategien müssen dabei auch politisch umsetzbar sein. Rein wissenschaftliche Ansätze ohne Akzeptanz in der Bevölkerung sind nicht zielführend.

Auftraggeber/Zuwendungsgeber: 

Friedrich Ebert Stiftung

Die FES Publikation "Mobilität im ländlichen Raum sichern" finden Sie hier.

 

Beteiligte Projektpartner: 

Technischen Universität Dresden, Lehrstuhl für Verkehrsökologie (Prof. Dr. Udo Becker)

Projektlaufzeit: 
01.07.2016 bis 31.03.2017
Ansprechpartner: