Future Mobility

Ausgangslage und Ziele des Projektes: 

In vielen Ländern der Erde ist der Personenverkehr, insbesondere der motorisierte Individualverkehr, einer der größten und stark wachsenden Verursacher von Kohlenstoffdioxidemissionen. Der Verkehrssektor ist einer der schwierigsten Bereiche, um CO2-Emissionen zu reduzieren. Häufig werden Einzelmaßnahmen ergriffen, statt systemische Ansätze zu verfolgen. Gleichzeitig verändern sich Nachfrage und Angebot: Nachfrageseitig ändern sich die Demografie, Mobilitätsmuster und Präferenzen weltweit, angebotsseitig gilt es, Trends wie Digitalisierung, Autonomes Fahren, Share Economy und Big Data zu berücksichtigen. 

Um eine postfossile Mobilität zu ermöglichen, müssen Handlungsoptionen aufgezeigt werden, die die gegenwärtigen maßgeblichen Trends berücksichtigen. Bisher fehlen jedoch gebündelte Aussagen und durch den Stand der Forschung abgesicherte Hypothesen, wie diese Trends wirken, aber auch, welche Ergebnisse, Daten und Werkzeuge in verschiedenen Disziplinen des globalen Wissenschaftsbetriebs bereits vorliegen.

Hier setzt das Projekt Future Mobility an: Die verstreuten Erkenntnisse über Wechselbeziehungen von technischen Innovationen, Nutzungsmustern, Infrastruktur und städtischem Raum, wirtschaftlicher Effizienz und Umweltwirkungen sollen erfasst und systematisiert werden. Bestehende Szenarien werden aufgearbeitet, ergänzt und validiert. Für die wissenschaftliche Bewertung von Trends wird auf neue Methoden zur Erhebung relevanter Daten aufmerksam gemacht und entsprechende Datenquellen genutzt.

Das Projekt umfasst eine Reihe von Expertenworkshops, die als Basis für den Aufbau eines Netzwerks dienen, welches langfristig die internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit anwendungsorientierter Forschungsinstitutionen zum Ziel hat. Das Forschungsnetzwerk widmet sich der Entwicklung einer umfassenden Forschungsagenda zu den grundlegenden Herausforderungen der Verkehrswende, und zielt darauf ab die Public Policy Debatte über künftige Verkehrs- und Transportsysteme zu prägen.

Projektinhalte und Arbeitsschwerpunkte InnoZ: 

Das InnoZ ist zudem im Rahmen des Projektes als Ko-Organisator der Disrupting Mobility Konferenz tätig. Die Konferenz wird vom 11. bis zum 13. November 2015 am MIT Media Lab in Cambridge, MA stattfinden und die Möglichkeit bieten bereits erarbeitete Erkenntnisse aus dem Future Mobility Projekt einem internationalen Publikum vorzustellen.

Ergebnisse: 

Robert Schönduwe, Florian Lennert: Future Mobility and Decarbonisation. Executive summary, InnoZ 2016. (PDF; 0,7 MB)

Beteiligte Projektpartner: 

Unterstützt durch Stiftung Mercator.

Projektlaufzeit: 
01.03.2015 bis 01.07.2016