Piktogramm Landverkehr

InnoZ-Newsletter mit Schwerpunkt: "Innovativer Landverkehr"

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

es gibt gute Neuigkeiten im Themenfeld „Innovativer Landverkehr“ bei uns am InnoZ (Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel), über die wir Sie gerne mit diesem Newsletter informieren möchten:

  1. Steckbriefe veröffentlicht:
    „Mobilitätsmaßnahmen für Klein- und Mittelzentren sowie den ländlichen Raum“
  2.  Neues Projekt mit dem Landkreis Calw:
    „Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“
  3. Neues Projekt für die Friedrich Ebert Stiftung:
    „Handlungsempfehlungen zur Mobilitätssicherung in ländlichen Räumen“
  4. Ankündigung:
    Öffentliche Fachveranstaltung "Im ländlichen Raum innovativ mobil" am 9.11.17
  5. Endbericht: „Integrierte Mobilitätskonzepte für ländliche Räume“
  6. Vier Ideen für Ihre Arbeit:
    „Innovationslandkarten“, die App „modalyzer“, „Verkehrssimulationen nach Maß“ und „Autonomes Fahren: Beratung zu Pilotvorhaben“

Wir sind gespannt auf weitere interessante Projekte und Projektideen, die wir gerne auch mit Ihnen gemeinsam realisieren, um Mobilität in Kleinstädten und im ländlichen Raum für alle attraktiv und bezahlbar zu machen!

 

Mit besten Grüßen

Ihr Team am InnoZ

Dr. Melanie Herget, Frank Hunsicker, Daniela Sachwitz, Jonas Koch und Eike Friedrichs



1. Steckbriefe veröffentlicht: „Mobilitätsmaßnahmen für Klein- und Mittelzentren sowie den ländlichen Raum“

Im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) leiten wir derzeit das Forschungsvorhaben einen schnellen Überblick zu verschaffen über das Spektrum an möglichen Maßnahmen zur Mobilitätssicherung und -optimierung in ländlichen Räumen. Wir hoffen, auch Ihnen damit eine interessante Inspirations- und Informationsquelle bieten zu können.

Download unter: http://mobilpotenziale.innoz.de/links-downloads.html



2. Neues Projekt mit dem Landkreis Calw: „Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“

Mit dem „Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“ möchte der Landkreis Calw offensiv seiner Rolle als innovativer und wirtschaftlicher Aufgabenträger nachkommen. Gefördert wird das Modellvorhaben zudem durch das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg. Wesentliche Eckpunkte des angestrebten neuen ÖPNV-Gesamtsystems sind:

Gewährleistung eines flächendeckenden, stündlichen ÖPNV-Angebots unter angemessenem Einsatz bedarfsgesteuerter Systeme im Regelbetrieb,
Entwicklung eines Muster-Vergabeverfahrens für die kombinierte Vergabe von Linien- und Anrufverkehren, das als Grundlage für zukünftige Vergabeverfahren im Landkreis Calw und weiteren Landkreisen in Baden-Württemberg genutzt werden kann,
Aufbau einer landkreisweiten Dispositionszentrale mit geeignetem Betreibermodell und geeigneter Soft- und Hardware,
Vorbereitung der Einführung von ergänzendem Ridesharing/Mitfahrvermittlung.

Das InnoZ begleitet das Vorhaben fachkundig und berät insbesondere in den Bereichen Soft- und Hardwarelösungen, Projektleitung, Öffentlichkeitsarbeit, Evaluation. Weitere Informationen: https://www.innoz.de/de/modellvorhaben-innovativer-oepnv-im-laendlichen-...



3. Neues Projekt für die Friedrich Ebert Stiftung: „Handlungsempfehlungen zur Mobilitätssicherung in ländlichen Räumen“

Auf Seiten der Politik ist bislang keine grundsätzliche und konsistente Strategie zur Mobilitätssicherung in ländlichen Räumen erkennbar. Im Auftrag der Friedrich Ebert Stiftung erarbeitet das InnoZ daher zusammen mit der Technischen Universität Dresden, Lehrstuhl für Verkehrsökologie, eine nachhaltige Mobilitätsstrategie für den ländlichen Raum – unter Einbindung wichtiger politischer und wissenschaftlich-strategischer Akteure. Da marginale Anpassungen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zum Erfolg führen, sind dabei auch tiefgreifende, grundsätzliche Umorientierungen offensiv anzugehen. Der Mobilitätsbereich kann und darf dabei nicht isoliert betrachtet werden: Wer die Mobilität langfristig (und auch "nachhaltig") sichern will, braucht Veränderungen in der Raumordnungspolitik, in der Schulstandortpolitik, in der Gesundheitspolitik und in der Struktur der Zuweisungen von Aufgaben und Ressourcen an Landkreise und kleinere Gemeinden. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die alle Problemfelder sowie Akteure, Rahmenbedingungen und Verkehrsträger umfassen.
Kontakt: Melanie Herget melanie.herget [at] innoz.de



4. Ankündigung: Öffentliche Fachveranstaltung "Im ländlichen Raum innovativ mobil" am 9.11.17

Am 07. November 2017 findet von 10.00 bis 16.00 Uhr in Bad Saulgau (Landkreis Sigmaringen) die öffentliche Fachveranstaltung "Im ländlichen Raum innovativ mobil" statt, zu der wir Sie bereits heute herzlich einladen möchten. Die Veranstaltung ist Bestandteil des bundesweiten Modellvorhabens "Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen", welches das InnoZ gemeinsam mit der Hochschule Neubrandenburg als Forschungsassistenz begleitet. Zu der Veranstaltung werden ca. 100 Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet. Es werden Strategien innovativer Mobilität wie digitale Vernetzung und autonomes Fahren im ÖPNV vorgestellt, ergänzt durch konkrete praktische Beispiele zu bewährten und neuen Ansätzen flexibler und alternativer Mobilität wie Bürgerrufauto, Einkaufsbus oder Mobilitätsressourcenmanagement. Vertreterinnen und Vertreter von kommunaler Ebene, aus Wissenschaft und Praxis diskutieren die Chancen und Risiken sowie die Akzeptanz innovativer Mobilitätsangebote im ländlichen Raum.

Programm und Anmeldung unter: http://www.modellvorhaben-versorgung-mobilitaet.de/veranstaltungen/fachv...



5. Endbericht: „Integrierte Mobilitätskonzepte für ländliche Räume“

Für das Verkehrsministerium setzten wir uns 2013-2015 mit drei ländlichen Regionen des Aktionsprogramms Regionale Daseinsvorsorge (MORO-ArD) näher auseinander: SPESSARTregional, Amt Peenetal/Loitz sowie die Oderlandregion. Ziel unseres Projekts war es, in den drei Modellregionen gemeinsam mit den jeweiligen regionalen Akteuren weitreichende Ansätze für ein integriertes Mobilitätskonzept zu entwickeln. Dieses Projekt führten wir gemeinsam mit dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH (ILS) und dem Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) e.V. durch. Unter diesem Link können Sie nun den Endbericht herunterladen: http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Home/Topthemen/verkehr_laendlich.html
Darin enthalten sind u.a. ausführliche Informationen zu Genehmigungs- und Finanzierungsmöglichkeiten von Maßnahmen integrierter Mobilitätskonzepte.



6. Vier Ideen für Ihre Arbeit: „Innovationslandkarten“, die App „modalyzer“, „Verkehrssimulationen nach Maß“ und „Initialkonzepte zum Autonomen Fahren“

a. Innovationslandkarten

Mit Hilfe unseres Tools „Innovationslandkarte“ können Sie Partnern, Kunden oder einfach der interessierten Öffentlichkeit eine anschauliche Übersicht über Ihre aktuellen Aktivitäten vor Ort geben und einen Blick in mögliche Zukünfte anbieten. Dabei können bestimmte Raumtypen vertieft oder einzelne Themenfelder wie z. B. Personenverkehr oder Güterverkehr ein- und ausgeblendet werden, so dass Schwerpunkte im Detail betrachtet werden können. Die Innovationslandkarte ist auch ein Werkzeug zum Wissensmanagement und zur partizipativen Entwicklung und Visualisierung von Ideen. Das Hinterlegen von Projektsteckbriefen und Kontaktdaten ermöglicht eine große Transparenz und individualisierbare Vertiefungsmöglichkeiten.
Ab November wird es z.B. eine interaktive Innovationslandkarte geben, die den Stand der flexiblen und alternativen Mobilitätsangebote unserer 18 ländlichen Modellregionen aus dem BMVI-Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität“ zeigt.

Weitere Informationen und Beispiele: http://www.innovationslandkarte.de/

Dort finden Sie z.B. eine weltweite Übersicht zu Pilotprojekten zum automatisierten Fahren:
http://innovationslandkarte.de/de/gmap/1

Ansprechpartner: Lorenz Crössmann lorenz.croessmann [at] innoz.de

 

b. Die App modalyzer

Mit der App modalyzer hat das InnoZ ein vollautomatisches und passives Erhebungsinstrument für Mobilitätsdaten via Smartphones entwickelt. Die modalyzer-App greift auf die Sensorik der Smartphones zu, um vollautomatisch Standortinformationen (GPS) sowie Beschleunigungs- und Gyroskopdaten zu sammeln. Derzeit werden vollautomatisch neun verschiedene Verkehrsmittel unterschieden: Fußweg, Rad, Auto, Bus, Tram, U-Bahn, S-Bahn, Regionalbahn und Fernzug. Tageweise werden Informationen zur Anzahl Etappen, zurückgelegten Kilometern, Unterwegszeit und Emissionen als CO2-Äquivalente ausgegeben. Die Datenhoheit verbleibt dabei beim Nutzer: Die eigenen Daten können jederzeit tageweise oder umfassend gelöscht werden. Umfangreiche individuelle Statistiken geben dem Nutzer ein besseres Verständnis für das eigene Verkehrsverhalten.

Im Amt Peenetal/Loitz (Mecklenburg-Vorpommern) führt das InnoZ diesen Herbst eine Mobilitätserhebung mit modalyzer durch. Auf dieser Basis wird das kleinräumige Verkehrsverhalten erkennbar, und es können passgenaue Ansätze zur Mobilitätssicherung weiterverfolgt werden.

Weitere Informationen: https://www.modalyzer.com/de

Ansprechpartner: Enrico Howe enrico.howe [at] innoz.de

 

c. Verkehrssimulationen nach Maß

Das InnoZ hat ein Basisverkehrsmodell entwickelt, mit dem für jeden deutschen Landkreis schnell und kostengünstig eine grobe erste Einschätzung von potentiellen Märkten und Strukturen zur Energie- und Verkehrswende geliefert werden kann. Auf Grundlage dieses Basismodells können wir Sie bei investiven Vorhaben im Mobilitätssegment beraten, z.B., um wichtige Investitionsentscheidungen treffen zu können. Bei günstigen Ergebnissen der ersten Simulation bieten wir eine Präzisierung des Modells an, um finale Handlungsempfehlungen abzuleiten, beispielsweise zu Geschäftsmodellen oder zur Flottendimensionierung.

Weitere Informationen:

https://www.innoz.de/sites/default/files/innoz-produktblatt_mobility_sim... und http://consulting.innoz.de/de/simulation

Ansprechpartner: Benno Bock benno.bock [at] innoz.de

 

d. Autonomes Fahren: Beratung zu Pilotvorhaben

In vielen Regionen wird der Wunsch laut, ebenfalls autonome Shuttles pilothaft auf Strecken oder Arealen zu testen. Anfragen kommen von Kommunen, Aufgabenträgern, größeren Firmen oder Institutionen (mit eigenem Campus oder Werksgelände) – auch im ländlichen Raum. Um die ersten Schritte auf dem Weg dorthin angehen zu können, bietet das InnoZ mit seinem Erfahrungswissen ein modulares Set von Beratungsleistungen an, das aus vier Elementen besteht:

Initialkonzept – Kurzanalyse aller relevanten Handlungsfelder als Grundlage für zeitnahe Entscheidung pro/contra Pilotbetrieb

Detailkonzept – konkrete Vorbereitungsmaßnahmen für Pilotbetrieb

Pilotbetrieb – Testfeldorganisation und Umsetzung, auch als Pilotbetreiber

Begleitung Regelbetrieb – Nutzerintegration, Datenschutz u.a.

Der Input des InnoZ ist skalierbar: Vom Komplettangebot im Rahmen einer Generalunternehmerschaft bis hin zur Beauftragung einzelner Module. Bei einzelnen Themen arbeiten wir mit bewährten Fachpartnern zusammen.

Am Beginn steht ein kompaktes Initialkonzept.  Darin werden die wichtigsten Voraussetzungen anhand einer Checkliste auf die grundsätzliche Machbarkeit vor Ort hin geprüft. Relevante Themen sind z.B.:

  • technisch-planerische Rahmenbedingungen (Straßenraum, Verkehrsanlagen)
  • rechtliche Machbarkeit, Genehmigungsprozess
  • Betreiberschaft, Betriebsdurchführung, Wartung, Supervision
  • Haftung, Versicherungsschutz
  • Auswahl Fahrzeughersteller, Kriterien und Schnittstellen
  • Energieversorgung

Das Initialkonzept beinhaltet einen Auftakt-Workshop mit wichtigen Akteuren vor Ort. Fällt die abschließende Bewertung positiv aus und kann ein Pilotbetrieb vor Ort realisiert werden, sind wir für alle weiteren Umsetzungsschritte bis hin zur Übergabe in den Regelbetrieb gerüstet.

Ansprechpartner: Frank Hunsicker frank.hunsicker [at] innoz.de

 


****