Schmuckbild zum Artikel "Der steinige Weg zur vernetzten Mobilität" von Dr. Christian Scherf erschienen in Deine Bahn - Ausgabe 04/2018
Der steinige Weg zur vernetzten Mobilität // Christian Scherf

[Artikel "Der steinige Weg zur vernetzten Mobilität" von Dr. Christian Scherf erschienen in Deine Bahn - Ausgabe 04/2018.]

Mobilitätskarten als Zugang zum Nahverkehr, Carsharing, Radverleih und zu vielem mehr sind nicht neu. Doch warum sind sie in Deutschland so selten und oft nur im Abo zu haben? Eine Untersuchung für die Jahre 1998 bis 2015 zeigt das Aufkommen neuer Zugangsverfahren zum ÖPNV. Doch Anzahl und Verbreitung integrierter Angebote blieben insgesamt gering. Viele Möglichkeiten der Digitalisierung bleiben ungenutzt. Eine Ursache liegt in strukturellen Unterschieden der Anbieter infolge abweichender Rechtsrahmen.

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Die Zukunft urbaner Mobilität
Veränderungen auf Deutschlands Straßen sind überfällig, doch die Entwicklung stagniert: Die Zahl der privaten Autos mit Verbrennungsmotoren wächst, die Luftqualität leidet, öffentliche Plätze sind primär Verkehrsflächen – von einer Verkehrswende keine Spur. In den großen Städten aber bahnt sich ein Wechsel in der Einstellung und im Verhalten an: Immer mehr Menschen nutzen nicht mehr nur das Auto, sondern kombinieren das Rad mit Bussen und Bahnen oder nutzen Bike- oder Carsharing. Doch obwohl die technischen Möglichkeiten vorhanden sind und die Präferenzen der städtischen Bevölkerung eine solche multimodale Verkehrspraxis ermöglichen, blockiert die herrschende Verkehrsordnung viele Innovationen.
Mobilität im Ländlichen Raum sichern
Perspektive entwickeln, Identität ermöglichen, Freiräume schaffen, Kostenwahrheit angehen [Frank Hunsicker, Melanie Herget und Ulrike Walter in: WISO Diskurs 08/2018]
Taumelnde Giganten
Taumelnde Giganten: Gelingt der Autoindustrie die Neuerfindung?
Dieselskandal, Betrügereien bei der Typenzulassung, Preis- und Strategieabsprachen: Die Zweifel daran, ob der Wille zur Reform bei den Autoherstellern überhaupt vorhanden ist und die Industrie den versprochenen Transfer der Antriebsformen oder gar die Entwicklung neuer Mobilitätsangebote schafft, mehren sich. Denn der deutschen Autoindustrie gefällt es so, wie es jetzt ist, eigentlich sehr gut: Sie ist eine mächtige Branche mit vielen Industriearbeitsplätzen, politisch hervorragend vernetzt und seit Jahrzehnten vom Erfolg verwöhnt. Um in der Mobilität der Zukunft zu überleben, müssen sich die Unternehmen komplett neu erfinden. Aber dies gelingt der Branche wohl nicht von selbst. Veränderte politische Rahmenbedingungen, neue Bündnisse und die Konsumenten werden die Unternehmen zu ihrem Glück zwingen müssen. »Taumelnde Giganten. Gelingt der Autoindustrie die Neuerfindung?« zeigt, welche Weichen gestellt werden müssen, um die Wende doch noch zu schaffen. (Text: oekom Verlag)
Coverseite des Magazins "WZB-Mitteilungen" vom März 2018
Alles auf eine Karte? Kooperationen von Nahverkehr und Mobilitätsanbietern gestalten sich schwierig // Christian Scherf

[in: WZB-Mitteilungen. Nr. 159, März 2018, S. 44–46.]

Kooperationen zwischen Nahverkehrsbetreibern, Parkraummanagern, Leihrad- oder Carsharing-Anbietern sind noch immer selten. Ein Hemmnis bei der Vernetzung verschiedener Mobilitätsdienste durch Chipkarten ist nicht nur die mangelnde Nachfrage, sondern auch die Bedingung der Kooperation zwischen Anbietern. Denn nur der Nahverkehr zählt zur Daseinsvorsorge. Andere Angebote folgen anderen Regeln.

> online auf den Seiten des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Coverbild von Christian Scherf: Volle Fahrt à la carte
Volle Fahrt à la carte? – Mobilitätskarten als Vermittlungsversuche zwischen sozialen Welten // Christian Scherf

Der Traum von einem einfachen Zugang zu allen Mobilitätsdiensten – gleich ob Bahn, Bus, Carsharing oder Leihrad – ist nicht neu. Schon vor über 20 Jahren grübelten Visionäre über die Mobilität ‚aus einer Hand‘: Eine Anmeldung, eine Buchung, eine Abrechnung. Anbieterübergreifende Mobilitätskarten galten lange als ‚Königsdisziplin‘ unter den Kooperationen.

Erschienen als Band 14 der Reihe Blickwechsel, herausgegeben von Prof. Dr. Hans-Liudger Dienel im oekom verlag und Franz Steiner Verlag.

Leseprobe und Bestellmöglichkeit bei oekom

Using GPS Technology for Demand Data Collection // Jakob Baum und Enrico Howe
Travel demand data is a necessary basis for urban mobility planning, but especially in developing and emerging economies data availability is often weak or non-existing. The Global Positioning System (GPS) technology offers a cheap alternative for data collection to traditional diary or survey methods. This document elaborates on advantages and disadvantages of the approach. Also different aspects of the post-processing of GPS data in order to determine trips, mode choice and trip purposes are discussed.
Springer link Titelblatt Festgefahren, Knie, Canzler, 2017
Festgefahren: Anleitung zum Wandel der Automobilgesellschaft // Andreas Knie und Weert Canzler
Das Auto ist aber nicht nur ein Verkehrsmittel, es ist eine Geschichte, die vom privaten Glück erzählt und in der das Auto seinen festen Platz hat. Kaum vorstellbar, dass diese sich wandeln könnte. Aber das Auto kommt an seine Grenzen. Für eine globale Automobilisierung reicht weder der Platz noch erlaubt es das Weltklima. Wie aber umsteuern?

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2017
Multi- und Intermodalität. Herausforderungen an verkehrswissenschaftliche Erhebungen // Marc Schelewsky, in: Deine Bahn, Nr 11 (2017), S. 36f.
Besonders in großen Städten wird Multi- und Intermodalität eine wichtige Form des alltäglichen Mobilitätsverhaltens. Jedoch können traditionelle Erhebungsinstrumente die neuen Mobilitätsmuster nur unzureichend abbilden. modalyzer nutzt das Smartphone als Erhebungsinstrument, um diesen Herausforderungen zu begegnen.
Vulnerabilität und Resilienz im Verkehrssektor // Marc Schelewsky und Weert Canzler, in: Ökologisches Wirtschaften, Nr. 4 (2017), S. 25-26.
Den Begriffen Resilienz und Vulnerabilität wird in der verkehrswissenschaftlichen Forschung bisher nur eine geringe Bedeutung beigemessen. Auch in der Praxis lassen sich kaum konsistente Resilienzstrategien finden. Doch die zunehmende digitale Vernetzung erfordert neue Konzepte.