„Smart HafenCity Mobilität“

Ausgangslage und Ziele des Projektes: 

Innerhalb weniger Jahre entwickelt sich rund um den Hamburger Baakenhafen ein urbanes Wohn- und Freizeitquartier mit 1.800 teilweise öffentlich geförderten Wohnungen und ca. 5.000 Arbeitsplätzen.

Eine zukunftsweisende Verkehrsinfrastruktur soll den hoch verdichteten urbanen Raum der östlichen HafenCity prägen. Daher entsteht in den Quartieren Baakenhafen und Elbbrücken nicht nur ein attraktives ÖPNV-Angebot aus U-Bahn und Bussen, sondern die Areale werden überdies zu einem flächendeckenden Labor für emissionsarme Mobilität. Hierfür erfüllen die Bauherren ein umfassendes Bündel nachhaltiger Kriterien: Sie verpflichten sich unter anderem, in allen Tiefgaragen 30 Prozent der Stellplätze mit Ladeinfrastrukturen für Elektromobile auszustatten und sich an der Entwicklung von Carsharing-Systemen mit hohem Elektrofahrzeuganteil zu beteiligen. Dabei sollen auch E-Bikes, Pedelecs und andere elektrische Kleinstfahrzeuge integriert werden. Während die Stadt Hamburg den bisher geltenden Stellplatzschlüssel von 0,6 Plätzen pro Wohneinheit abgeschafft hat, wird den Bauherren im Baakenhafen von vornherein eine neue Herangehensweise vorgegeben: Es wird nicht nach der Mindestanzahl von Stellplätzen gefragt, sondern nach möglichen Formen einer sehr flexiblen und bedarfsgerechten Mobilitätsversorgung, basierend auf einer reduzierten Zahl an Stellplätzen (0,4 pro Wohnung), um u. a. die Kosten des Wohnungsbaus zu reduzieren.

Projektinhalte und Arbeitsschwerpunkte InnoZ: 

Gemeinsam mit Buro Happold haben wir einen pragmatischen Ansatz entwickelt, der die konzeptionellen Vorarbeiten aufnimmt und aufzeigt, wie man vom Planungsstatus hin zur Umsetzung eines integrierten Mobilitätkonzeptes gelangt. Dabei lag das Augenmerk besonders auf den Wechselwirkungen zwischen Immobilienwirtschaft und den ökonomischen Treibern der Mobilitätsdienstleister, die im Hinblick auf die Realisierung der Elektromobilitäts- und Sharingziele des Konzeptes von entscheidenter Bedeutung sind.

Die hier entwickelte Methode verfolgt das Ziel, am Ende der Planungsphase die konkrete Formulierung eines Betreibermodells zu liefern, welches die notwendigen Kenndaten, Anforderungen und Vorteile für die Immobilienwirtschaft und die Mobilitätsbetreiber und deren Kunden klar benennt. Hierfür ist es von wesentlicher Bedeutung, die verschiedenen Interessen von Immobilienwirtschaft und Mobilitätsdienstleistern frühzeitig und kontinuierlich zu berücksichtigen und zu einer gemeinsamen Lösung zusammenzuführen.

Ergebnisse: 

Das Ergebnis ist die Erstellung einer Roadmap zur sukzessiven Umsetzung eines Mobilitätskonzeptes mit den Schwerpunkten Elektromobilität und Sharingsystemen. Die Roadmap soll im Zusammenspiel mit Bauherren und Mobilitätsdienstleistern belastbare Aussagen im Hinblick auf Betreibermodelle, Zugangssysteme etc. liefert. Damit soll auch die Realisierung ökologisch und ökonomisch erfolgreichen, innovativen Mobilitätskonzepts und Betreibermodells ermöglicht werden.

 

Auftraggeber/Zuwendungsgeber: 

HafenCity Hamburg

Beteiligte Projektpartner: 

Buro Happold & inno2grid

Projektlaufzeit: 
01.05.2015 bis 31.07.2015