Vertiefende Mobilitätsstudie für das Amt Peenetal/Loitz

Ausgangslage und Ziele des Projektes: 

Im Rahmen des vom InnoZ als Unterauftragnehmer bearbeiteten BMVI-Projekts „Integrierte Mobilitätskonzepte in ländlichen Räumen bei unterschiedlichen Organisationsformen überörtlicher Zusammenarbeit“ war das Amt Peenetal/Loitz bereits eine der drei Modellregionen. Aufbauend auf dem damals gemeinsam mit den Akteuren vor Ort entworfenen integrierten Mobilitätskonzept gilt es nun, mit Unterstützung des bmbf im Rahmen des Förderprogramms „Zukunftsstadt“ eine vertiefende Mobilitätsstudie für die Menschen vor Ort durchzuführen. Vier Varianten standen dafür zur Wahl – gewählt wurde eine Tracking-Studie mit der App Modalyzer. Ziel dieser Variante ist es, ein solides Grundlagenwissen über das kleinräumige Verkehrsverhalten im Amt zu erhalten und mit Hilfe dieser Datenbasis eine hilfreiche Entscheidungs- und Argumentationshilfe für die Umsetzung neuer Angebote zu bekommen.

Projektinhalte und Arbeitsschwerpunkte InnoZ: 

Im Rahmen der Studie erfassen die Mobilitätsmanager(innen), die Mitglieder der AG Mobilität und weitere interessierte Personen ihre alltägliche Mobilität automatisiert mit Hilfe der App Modalyzer über einen Zeitraum von ca. zwei Wochen. Aufgrund der einfachen Bedienbarkeit der App sind weder spezielle Kenntnisse noch Schulungen notwendig. Das InnoZ richtet das dafür notwendige Modalyzer-Datenprojekt ein. Im Anschluss an die Trackingphase erfolgt die Aufbereitung und Auswertung der erhobenen Daten, um daraus u.a. Verkehrsverhaltenstypen zu bilden und graphisch aufzubereiten, z. B. Anteil der monomodal Autofahrenden, intermodalen Bus- und Fahrradnutzenden etc.

Das InnoZ stellt die ausgewerteten Ergebnisse des Trackings in Form eines Mobilitätsworkshops vor. Darauf aufbauend erfolgt ein moderierter Erfahrungsaustausch mit den Teilnehmenden. In Abhängigkeit von der Qualität der Trackingergebnisse können die Auswertungen auch als Grundlage zur Entwicklung von weiteren Ideen im Mobilitätsbereich genutzt werden.

Ergebnisse: 

Auf Basis der Trackingergebnisse können Verkehrsverhaltenstypen gebildet und graphisch aufbereitet werden. Bei einer entsprechenden Beteiligung können auch „Heatmaps“ erstellt werden, die besonders häufig frequentierte Strecken und Zielen abbilden. Auf Basis der Auswertungsergebnisse sollen die Teilnehmenden während eines Mobilitätsworkshops von ihren Alltagserfahrungen und verkehrsbezogenen „Schmerzpunkten“ berichten, um so die wichtigsten Ansätze zur Verbesserung der Verkehrssituation vor Ort zu identifizieren.

Die Ergebnisse der Auswertungen sollen auch der interessierten Öffentlichkeit während eines Loitzer Kleinstadtfests nähergebracht werden. Dabei wird darauf Wert gelegt, dass die Besucher(innen) praktisch und hautnah erfahren können, „was sein könnte“ und zum Nachdenken über ihr eigenes Verkehrsverhalten animiert werden.

 

Auftraggeber/Zuwendungsgeber: 

Amt Peenetal/Loitz (im Rahmen der zweiten Förderphase des bmbf-Programms "Zukunftsstadt")

Projektlaufzeit: 
01.08.2017 bis 30.04.2018
Ansprechpartner: